Schimmel in der Wohnung

Schimmel in der Wohnung ist ein ernsthaftes Problem. Über 100 verschiedene Arten von Schimmelpilzen treten im Wohnbereich auf, oft findet man Aspergillus- und Penicillinum-Arten.

 

Zuviel Feuchtigkeit und ungünstige bauliche Voraussetzungen können Schimmelentwicklungen begünstigen. Sehr häufig sind Wände und Fensterbereiche betroffen. Was bei Schimmel in der Wohnung beachten muss, welche gesundheitlichen Probleme auftreten und wie Schimmel am besten bekämpft wird, lesen Sie hier.

Wie kommt Schimmel in die Wohnung? Dafür kann es viele Gründe geben. Der Schimmel kann sich an unterschiedlichen Stellen zeigen. Grade an feuchten und nicht gut belüfteten Stellen wie zum Beispiel hinter Schrankwänden oder Regalen können sich Schimmelflecken an der Wand bilden. Der Schimmel breitet sich dann hinter der Tapete immer weiter aus. Meist erst in einem späten Stadium wird der Schimmel in der Wohnung durch dunke Flecken an der Wand sichtbar.

 

Sie sollten zuerst den Gründen für den Schimmel auf den Grund gehen. Erst wenn sie wissen warum und woher der Schimmel kommt können Sie ihn auch bekämpfen. Denn Schimmel an der Wand, hinter der Tapete und den Schränken und vor allem im Bad können unterschiedliche Gründe haben. Diese Gründe liegen entweder in schlechter Bausubstanz, feuchten Räumen, schlechter Belüftung oder Schäden im Mauerwerk.

 

Als nächsten sollten Sie die Schimmelart bestimmen. Den der Schimmel in der Wohnung kann aus verschiedenen Arten bestehen und diese unterschiedlichen Arten sind auch unterschiedlich schädliche für Ihre Gesundheit. Denn damit kommt man dann zu dem eigentlichen Problem. Der Schimmelbefall kann in vielen Fällen schädlich für die Gesundheit sein und das ist viel schlimmer als der materielle Schaden. Der Schimmelpilz bzw. die Schimmelsporen können über die Lunge aufgenommen werden und gelangen so in den Körper. Je nach Schimmelart schädigen die Schimmelpilze so erheblich die Gesundheit.

Schimmel braucht Feuchtigkeit

Schimmelsporen sind fast überall in der Luft vorhanden. Problematisch ist eine zu hohe Konzentration, die schliesslich zu einer sichtbaren Besiedelung mit dem Pilz und somit zu Schimmel in der Wohnung führt. Schimmelpilze brauchen Feuchtigkeit und Nährstoffe, um wachsen zu können. Als Nährstoffe dienen die verschiedensten Materialien organischen Ursprungs.

 

Im Wohnbereich tragen daher unter anderem die Verwendung von Gipskartonplatten, Rauhfasertapeten und Dispersionsfarben an den Wänden zu einem erhöhten Schimmelrisiko bei. Ist dann auch noch die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch und der Luftaustausch eingeschränkt, reichen schon wenige Schimmelsporen, um eine Neubesiedelung entstehen zu lassen.

 

Der Schimmel tritt je nach Pilzart in den unterschiedlichsten Formen auf. Schwarze Stockflecken und flockige, faserige Beläge in variierenden Farbtönen sind ein untrügliches Zeichen für einen Schimmelbefall.

Schimmel in der Wohnung bekämpfen und vermeiden

Eine nachhaltige Bekämpfung des Schimmelbefalls umfasst vor allem auch das Ausschalten der Ursachen. An erster Stelle steht aber zunächst die Beseitigung der sichtbaren Schimmelfasern, die abhängig vom Untergrund und vom Flächenausmaß auf unterschiedliche Weise erfolgt.

 

Kleine Flächen auf abwischbaren Untergründen können mit Schimmelentferner oder Hausmitteln bearbeitet werden. Bei großflächigem Befall auf Tapeten und Putz muss meistens die Tapete oder oberste Wandschicht abgetragen werden, um auch den tiefgründigeren Schimmelbefall entfernen zu können.

Das richtige Vorgehen, um Schimmel zu bekämpfen

1. Folgende Schutzmaßnahmen müssen bei der Entfernung von Schimmel in der Wohnung immer eingehalten werden:


Während der Anwendung der Mittel müssen Fenster und Türen zum Lüften geöffnet sein. Handschuhe, Atemschutz und Schutzbrille sind zu tragen, denn bei der Bekämpfung von Schimmel werden Schimmelsporen aufgewirbelt. Außerdem ist der leichten Entflammbarkeit von hochprozentigem Alkohol zu beachten.

 

2. Die Lösung zur Entfernung des Schimmels wird mit einem Pinsel, einer Sprühflasche oder vorsichtig mit einem Lappen auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Dabei sollte Wischen oder Reiben vermieden werden.


Der Schimmel muss immer nass behandelt werden und darf keinesfalls trocken weggewischt oder eingesaugt werden.

 

3. Die Flüssigkeit muss nun einige Zeit einwirken damit sie auch tiefere Wandschichten erreicht.

 

4. Dann wischt man den Schimmel vorsichtig mit feuchten Papiertüchern oder alten Lappen ab. Diese werden danach sofort in einer geschlossenen Tüte entsorgt.

 

Damit erneuter Schimmel in der Wohnung vermieden wird, müssen eventuell vorhandene Baumängel beseitigt werden. Außerdem sind das Lüft- und Heizverhalten der Bewohner zu überprüfen. Wohnräume müssen täglich gut belüftet werden. Am günstigsten ist mehrmaliges Stoßlüften über den Tag und ausreichendes Heizen im Winter, dann sollte der Schimmel keine Chance mehr haben

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