Waschsoda

In diesem Beitrag erfahren Sie, was der Unterschied zwischen Soda und Natron ist und was Sie beim Kauf und der Anwendung beachten sollten.

Bevor Sie Waschsoda online bestellen, lesen Sie sich die Produktbeschreibung genau durch, denn es treten immer wieder Verwechslungen auf, und zwar nicht nur auf Kundenseite.

Gerne schleicht sich der eine oder andere Fehler in die Produktbeschreibungen ein. Waschsoda ist nicht zu verwechseln mit Backsoda.

Im Haushalt ist Waschsoda eine vielfältige Allzweckwaffe. Ganz gleich, ob als Teppichreiniger, Entkalker oder Reinigungsmittel, es gibt kaum einen Bereich im Haushalt, in dem dieses nützliche Produkt nicht einsetzbar ist. Zudem spart Waschsoda die Anschaffung vieler teurer Reinigungsmittel.

Letzte Aktualisierung: 23.01.2022 / Werbelink (d.h. beim Kauf erhalten wir (ohne zusätzliche Kosten für dich!) eine kleine Provision) / Bildquelle: Amazon

Was ist Waschsoda?

Waschsoda wird auch als Kristallsoda, calciniertes Soda und kohlensaures Natron bezeichnet.

Neben Soda ist auch Natron als Allzweckmittel für den Haushalt bekannt. Chemisch gesehen ist Soda ein Natriumcarbonat (Na2CO3) und ein Salz der Kohlensäure. Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) wird als Backsoda beziehungsweise Natron bezeichnet.

Gemischt mit Wasser bildet das feine weiße Pulver eine hochwirksame alkalische Lauge mit fett- und eiweißlöslicher Wirkung. Waschsoda neutralisiert säurehaltige Substanzen, die häufig in Abbauprodukten enthalten sind. Diese entstehen durch Tenside in handelsüblichen Waschmitteln.

Waschsoda als Entlastung für die Umwelt?

Wenn Sie Waschsoda statt normaler Waschmittel verwenden, kommt es zur schonenden Entlastung von Abwasser.

Wie Soda ist auch Natron ein Produkt, das schon zu Omas Zeiten als günstiges Haushaltsmittel geschätzt wurde. Bei Wärmezufuhr wandelt sich Natron in Soda um.

Obwohl Natron eine gute Wirkung entfaltet, ist Soda jedoch stärker, da die entsprechende Lösung basischer ist als eine Natron-Lösung.

Wo die Reinigungswirkung mit Natron an ihre Grenzen stößt, ist Waschsoda das passende Mittel der Wahl.

Soda verzeichnet einen hohen pH-Wert im alkalischen Bereich. Dieser hohe pH-Wert ist die beste Voraussetzung für den hohen Reinigungseffekt in unterschiedlichen Haushaltsbereichen.

Wasserfreies Waschsoda in Pulverform

Auf dem deutschen Markt hat sich überwiegend wasserfreies Waschsoda durchgesetzt. Von der Konsistenz her sieht es Waschpulver ähnlich.

Die bekanntesten Marken sind Holste und Heitmann reine Waschsoda. Packungen in 500-Gramm-Einheiten sind in den meisten Drogeriemärkten erhältlich.

Wenn Sie regelmäßig größere Mengen brauchen, sollten Sie Waschsoda online in Fünf-, Sechs- oder Zehnkiloeinheiten bestellen. Kistrallsoda enthält gebundenes Wasser und ist genauso anwendbar wie reine Soda.

Diese Variante ist allerdings weniger ergiebig und benötigt daher eine größere Menge für dasselbe Ergebnis.

Unterschied zwischen Soda und Natron

Der erste sichtbare Unterschied besteht in der chemischen Bezeichnung Soda (Na2CO3) und Natron (NaHCO3).

Beide Mittel sind Karbonate auf der Basis von Natrium. Es handelt sich um von Kohlensäure abgeleitete Salze.

Der Unterschied besteht in dem Wortbestandteil „hydrogen“, der Wasserstoffkomponente. Während Natron neben dem Natriumatom ein Wasserstoffatom enthält, wird dieses bei Soda durch ein weiteres Natriumatom ersetzt.

Diese chemischen Zusammensetzungen sind jedoch für die wenigsten Verbraucher wichtig, da vielleicht auch nicht ganz verständlich sind.

Die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten

Wichtiger ist die Unterscheidung zwischen Waschsoda und Natron hinsichtlich der Anwendungsmöglichkeiten. Waschsoda ist eine alkalische Lauge, die schleimhaut- und augenreizend wirken kann.

Bei der Herstellung von eigenen Soda-Reinigern sollten Sie daher immer Handschuhe tragen. Sowohl Waschsoda als auch Natron finden vielfachen Einsatz als Haushaltsreiniger.

Natron wird auch als Backsoda, Speisesoda und Speisenatron bezeichnet. Neben der Verwendung als Haushaltsreiniger findet Natron auch in der Küche Einsatz.

Natron wird oft zum Backen gebraucht

Wie der Name bereits andeutet, kann Natron für die Zubereitung verschiedener Speisen und Backwaren verwendet werden.

Auch zur kosmetischen Anwendung und für die Körperhygiene eignet sich Natron. Es neutralisiert Säuren und wird daher gerne als natürliches Magen-Darmmittel und zur Zahnreinigung verwendet.

Der größte Unterschied zu Waschsoda ist damit klar. Verwenden Sie Waschsoda ausschließlich als Reinigungsmittel, aber niemals als Zusatz für Speisen, zum Zähneputzen, als natürliches Arzneimittel und für die Körperhygiene.

Wie wird Waschsoda richtig gelagert?

Da Waschsoda ein Trockenprodukt ist, ist es entsprechend trocken zu lagern, da die pulvrige Konsistenz ansonsten feucht und klumpig wird.

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Die Feuchtigkeit wird als Wasser gebunden und Kristallsoda entsteht. Das ist zwar nicht weiter schlimm, allerdings brauchen Sie für alle Anwendungszwecke im Haushalt nun die doppelte Menge wie bereits zuvor erwähnt.

Waschsoda sollte zudem nicht zusammen mit Zitronensäure gelagert werden, da beide Produkte eine verfrühte Reaktion zeigen können.

Waschsoda ersetzt fast alle gängigen Haushaltsreiniger

Waschsoda als Spülmittel im Geschirrspüler

Waschsoda eignet sich hervorragend als Ersatz für handelsübliche Geschirrspülmittel. Selbst gemachtes Geschirrspülmittel aus Soda, Natron und Zitronensäure ist nicht nur günstiger als die handelsüblichen Tabs, sondern auch umweltschonender.

Soda und Natron wirken als Wasserenthärter, Zitronensäure verhindert Kalkablagerungen und sorgt für einen frischen Duft.

Als vierte Komponente kommt handelsübliches Spülmaschinensalz zum Einsatz. Das selbst hergestellte Pulver wird in das Waschmittelfach der Spülmaschine eingefüllt. Die Pulvermenge ist abhängig von der Geschirrmenge.

Normalerweise reicht ein Löffel fertig gemischtes Soda-Natron-Pulver, um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen. Abhängig von der Wasserhärte und dem Verschmutzungsgrad des Geschirrs muss die Mischung eventuell angepasst werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wichtig ist, dass alle Zutaten trocken sind, da durch Feuchtigkeit Wasserbindung und damit Kristallsoda entsteht, das die Wirksamkeit des selbst hergestellten Geschirrspülmittels beeinträchtigen kann.

Für die Herstellung von einem Kilogramm selbst gemachten Geschirrspülmittel benötigen Sie 300 Gramm Zitronensäure in Pulverform, 300 Gramm Soda, 300 Gramm Natron und 125 Gramm Spülmaschinensalz.

Alle Zutaten werden in einen festen Behälter gefüllt und gut durchgemischt. Der Behälter ist unbedingt fest zu verschließen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Dieses selbst gemachte Geschirrspülmittel reicht für dreißig bis vierzig Spülgänge aus.

Verstopfte Abflüsse und Toilettenreinigung

In Kombination mit Essig eignet sich Waschsoda hervorragend, um verstopfte Abflüsse von unerwünschten Rückständen zu befreien.

Ablagerungen in Abflussrohren von Küche und Bad sind ein häufig bekanntes Problem. Seife, Haare, Schmutz und Fett lagern sich in der Innenseite des Siphons ab.

Irgendwann bemerken Sie, dass das Wasser nicht mehr abfließt. Das ist zwar ärgerlich, jedoch kein Grund zum Verzweifeln. Wenn Sie nachhaltig und umweltbewusst ausgerichtet sind, greifen Sie nicht zu scharfen Chemiekeulen, sondern zu alternativen Haushaltsmitteln, um die Abflussrohre von den Ablagerungen zu befreien.

Essig ist vermutlich in jedem Haushalt vorhanden. Waschsoda können Sie im nächsten Drogeriemarkt kaufen oder online bestellen. Mit dieser Mischung können Sie auch Ihre Toilette reinigen und damit auf zusätzliche WC-Reiniger verzichten.

Die Abflussreinigung mit Waschsoda und Essig ist schnell gemacht, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Geben Sie einfach drei bis vier Esslöffel Soda in den Abschluss und gießen Sie umgehend eine halbe Tasse hellen Essig hinterher.

Sofort entsteht eine weiße schaumige, deutlich hörbar blubbernde Masse. Diese chemische Reaktion geht auf die Interaktion zwischen Soda und Essig zurück und ist nicht gefährlich.

Lassen Sie die Soda-Essig-Mischung ungefähr fünf Minuten einwirken. Anschließend nachspülen und das Abflussrohr sollte wieder frei sein.

Zeigt diese Mischung nicht den gewünschten Effekt, ist die Verstopfung der Abflussrohre vielleicht zu stark. Da hilft nur eines: Siphon auseinanderbauen und die Ablagerungen von Hand entfernen.

Reinigung von Töpfen und Pfannen

Die Reinigung von Töpfen und Pfannen ist häufig aufwendig, denn Verkrustungen und Fettablagerungen lassen sich nur schwer entfernen. Mit Waschsoda geht es jedoch ganz einfach.

Füllen Sie einen Esslöffel Waschsoda mit einem halben bis einen Liter Wasser in die verschmutzten Küchenutensilien und kochen Sie diese Mischung kurz auf. Anschließend lassen Sie diese abkühlen und zehn bis zwanzig Minuten stehen.

Im nächsten Schritt die Töpfe und Pfannen kurz mit einer Spülbürste reinigen und die Krusten lösen sich mühelos. Backformen und Backbelche lassen sich auf dieselbe Weise reinigen. Mit dieser Mischung säubern Sie auch Thermoskannen, Kaffeekannen, Geschirr und Blumenvasen.

Einmachgläser desinfizieren

Einmachgläser lassen sich mit Waschsoda sehr gut desinfizieren. Marmelade und Obst bleiben auf diese Weise länger haltbar.

Abhängig von der Menge der zu reinigenden Gläser vermischen sie etwas Wasser mit einem bis zwei Teelöffel Waschsoda und erhitzen diese Mischung kurz.

Anschließend spülen Sie die Einmachgläser mit dem heißen Sodawasser aus.

Entfernung von Verschmutzungen, Kalk und Rost


Waschsoda ist eine Allzweckwaffe, denn dieses Produkt beseitigt spielend Verschmutzungen und Fettablagerungen auf Oberflächen in Küche und Bad sowie Rost- und Kalkablagerungen.

Abhängig von der Größe der verschmutzten Oberfläche mischen Sie ein bis zwei Esslöffel Waschsoda mit einem Liter Wasser.

Anschließend verwenden Sie dieses selbst hergestellte Reinigungsmittel wie ein handelsübliches Reinigungsmittel und reinigen die entsprechenden Oberflächen wie Ceran-Kochfeld, Bad-Armaturen, Spüle, Blumentöpfe, Keramikgeschirr, Gartenmöbel, Fliesen oder rostige Metallgegenstände mit einem Schwamm, Lappen oder einer Spülbürste.

Etikettenrückstände auf Gläsern und Essgeschirr lassen sich mit dieser Sodalösung leicht entfernen.

Schweißgerüche in Kleidung entfernen

T-Shirts leiden nach häufigem Waschen. Die Farbe verblasst, weiße T-Shirts bekommen einen Grauschleier und unter den Achseln macht sich trotz Kochwäsche in unangenehmer Schweißgeruch bemerkbar.

Dieses Problem lässt sich mit Waschsoda ganz leicht lösen: Zwei Esslöffel Waschsoda wird mit zwei bis fünf Litern Wasser vermischt und die Kleidungsstücke in dieser Mischung dreißig Minuten eingeweicht.

Anschließend werden die eingeweichten Kleidungsstücke zur normalen Wäsche gegeben. Der Schweißgeruch verschwindet.

Ferner ersetzt dieser kleine Trick den Einsatz von Desinfektionsmitteln und aggressiven Waschmitteln und ist daher umweltschonend. Auch Blutflecken lassen sich mit dieser Sodamischung leicht entfernen.

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Waschmittel aus Soda und Kernseife selbst herstellen

Handelsübliche Biowaschmittel sind nicht gerade preisgünstig. Schnell ist eine Packung aufgebraucht und schon steht der nächste Gang in den Supermarkt an.

Wenn Sie Geld sparen und umweltbewusst handeln wollen, stellen Sie Ihr Biowaschmittel am besten selbst her. Alles, was Sie dafür brauchen, ist Waschsoda und Kernseife. Beides ist im nächsten Drogeriemarkt erhältlich.

Dreißig Gramm geraspelte Kernseife werden mit vier Esslöffel Waschsoda vermischt. Optional können Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl beziehungsweise Duftöl hinzugeben, zum Beispiel in den Duftrichtungen Lemon Grass oder Lavendel.

Jetzt geben Sie dieser Mischung zwei Liter Wasser hinzu.

In einem großen Gefäß verrühren Sie alle Zutaten mit dem Schneebesen und lassen diese Masse aufkochen. Anschließend bleibt die Masse eine Stunde stehen, unter Rühren nochmals aufkochen.

Das selbst hergestellte Biowaschmittel wird jetzt dicker. Ein erneutes Aufkochen ist optional, erhöht jedoch die Bindekraft der einzelnen Zutaten. Zuletzt geben Sie ätherisches Öl beziehungsweise Duftöl hinzu. Anschließend füllen Sie das flüssige Waschmittel in einen fest verschlossenen Kanister.

Wenn das selbst hergestellte Waschmittel gemeinsam mit einer Waschkugel (hier haben wir die besten Waschkugeln getestet) einsetzen, kann die Waschmittelmenge um ein Vielfaches reduziert werden!

Waschmittel aus Waschsoda ist nicht nur günstig, sondern auch…

Dieses Waschmittel aus Soda und Kernseife kann es hinsichtlich der Wirksamkeit und Reinheit leicht mit den vielfach beworbenen handelsüblichen Waschmitteln aufnehmen und ist auch noch preisgünstig und umweltfreundlich.

150 bis 200 Milliliter pro Waschgang sind ausreichend. Da das selbst gemachte Biowaschmittel mit zwei Liter Wasser hergestellt wird, reicht dieses für ca. zehn bis zwölf Waschgänge.

Der Zeitaufwand ist zwar etwas höher, als wenn Sie zur nächsten Flasche im Supermarktregal greifen, auf lange Sicht sparen Sie jedoch Geld und agieren nachhaltig im Sinne der Umwelt.

Für weiße Wäsche geben Sie einfach einen Esslöffel Natron zu dem Flüssigwaschmittel. Natron erhöht den Weißgrad und verhindert einen Grauschleier.

Da das selbst hergestellte Biowaschmittel während der Lagerung etwas dickflüssig werden kann, sollten Sie die Falsche vor der Anwendung kurz schütteln. Fall Sie Waschpulver bevorzugen, ist Soda auch in diesem Fall die richtige Zutat. 150 Gramm Soda wird mit 30 Gramm geraspelter Kernseife und 150 Gramm Natron gemischt.

Optional können Sie 100 Gramm Spülmaschinensalz als Wasserenthärter hinzugeben. Selbst gemachtes Waschpulver ist praktischer als flüssiges Waschmittel, da die Zutaten einfach miteinander vermischt werden und anschließend trocken gelagert werden.

Zum Schluss können Sie optional einige Spritzer Duftöl beziehungsweise ätherisches Öl für einen angenehmen Wäscheduft hinzufügen.

Weiße Wäsche dank Waschsoda!

Für weiße Wäsche fügen Sie zusätzlich 150 Gramm Zitronensäure hinzu. Diese wirkt als Wasserenthärter und vermeidet Kalkablagerungen auf der Wäsche, die einen Grau- oder Geldstich verursachen können.

Für bunte und dunkle Wäsche reduzieren Sie einfach den Anteil an Zitronensäure und ersetzen diesen durch Essig. Abhängig vom Verschmutzungsgrad der Wäsche benötigen Sie ein bis zwei Esslöffel Soda-Waschmittel.

Bei starker Verschmutzung oder hartnäckigen Flecken erhöhen Sie die Menge auf drei Esslöffel. Das selbst hergestellte Biowaschmittel reicht für fünf bis zehn Waschgänge.

Für welche Bereiche sollte Waschsoda nicht angewendet werden?

Vorsichtig sollten Sie bei der Reinigung von Laminat- und Echtholzböden sein. Für dieses natürliche Material empfehlen sich spezielle Reiniger.

Soda greift die empfindlichen Strukturen von Granit, Marmor, Aluminium und Linoleum an. Daher sollten Sie auch in diesen Bereichen auf die Verwendung von Waschsoda verzichten.

Auch wenn sich Soda sehr gut zur Herstellung von Biowaschmitteln eignet, greift diese alkalische Lauge tierische Fasern wie Wolle und Pflanzenfasern wie Seide an. Die Struktur quillt auf und ist nach dem Waschgang nur noch wenig ansehnlich.